In Film und Fernsehen sind Einige von ihnen präsent: Die rich kids, die Kinder berühmter Eltern. Ihr Startkapital ist der ererbte Ruhm, den die Ahnen für sie verdient haben. Wie fair ist dieser Geburtsvorteil, diese Eintrittskarte in die Welt der rich and famous people?

Hailey Baldwin, Kendall Jenner und Gigi Hadid. Diese Damen der Oberschicht vereint die Gnade einer Geburt in Seidenbettwäsche und berühmte Stammbäume. Während Eltern anderer Zöglinge in den Bus stiegen, um Kunden Auskunft zur Suppe des Tages zu geben, stiegen die Eltern dieser Kinder in die Limousine um zum Set oder Laufsteg zu fahren. Dort verdienten sie sich eine goldene Nase, die dem Nachwuchs mit der DNA angedieh. Doch nicht allein die Zukunft in Villen, mit Gärtnern die die Hecke schneiden, wurde so vererbt. Der Ruhm auf der Mattscheibe und den Magazincovern war und ist diesen Kindern gewiss. Wie fair ist dieser ererbte Startbonus in der Medienwelt, den die Tochter der Fleischereifachverkäuferin nicht hat?

Schließlich ist Kendall Jenner eines der erfolgreichsten Models, dass über die Laufstege der Welt stakst. Dabei mag sich die Frage nach dem Einfluss ihrer Familie, auf die Vielzahl ihrer Magazincover, kaum in den Hintergrund drängen. Möglicherweise haben das Sextape ihrer Schwester Kim und das Management-Talent ihrer Mutter Kris Vorschub geleistet. Für Kendall liefen die Bemühungen ihrer Familienmitglieder jedenfalls auf einen ruhmreichen Erfolg hinaus. Die Kinder des Kardashian-Clans blicken also in eine klänzende Zukunft. Während die von Cindy, die nach der Schule den Fleischwolf im elterlichen Betrieb dreht und dabei von Germanys Next Topmodel träumt, ungewiss ist.

Soviel Ungerechtigkeit und Erbenglück hätten Karl Marx auf die Palme gebracht und ich müsste seinen Zorn auch bestätigen. Denn ungerecht sind diese Verhältnisse und sie sind Teil einer harten Lektion: Das Leben ist nicht fair. Die Einen saugen das mathematische Genie mit der Muttermilch auf und die Anderen kassieren Sechsen. Die Einen werden im falschen Land geboren und die Anderen im richtigen. Und ja: Die Einen bekommen den Ruhm mitsamt Reichtum geschenkt und die Anderen müssen sich ihn verdienen. Doch wir können dort fair bleiben, wo es uns möglich ist: Im Verständnis füreinander.

Schließlich hätte ich auch nichts dagegen gehabt, per Geburt mit einem lebenslangen Vorrat an vergoldeten Tempos ausgestattet zu sein. Der bessere Deal des berühmten Elternhauses sind aber die rosigen Zukunftsaussichten und ich nehme es Hailey, Kendall und Gigi nicht übel, diesen Bonus genutzt zu haben. Ich hätte es auch getan und viele andere, die es konnten, dachten das Gleiche: Jaden Smith hat mit Jackie Chan auf der Leinwand geboxt, die süße Drew Barrymore entstammt ebenfalls einer Schauspielerdynastie und Til Schweiger möchte wohl eine begründen.

Solange dieser vererbte Ruhm im Ausgleich zu den Künstlern steht, die die Welt im Alleingang erobert haben, mache ich mir um die Gerechtigkeit unter der Prominenz keine Sorgen. Und die Liste derer, die es Solo geschafft haben, die ist lang.

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