Lange schlich ich um Kryptowährungen herum, wie Gamer um die neue Grafikkarte. Mit Dollarzeichen in den Augen dachte ich an plötzlichen Reichtum und die Möglichkeit, aus meinen paar Pimperlingen viele zu machen. Nun bin ich eingetaucht in die virtuelle Welt der Coins und Blockchains.

Meine Passion für Kryptowährungen wurde, mit den ersten enthusiastischen Meldungen von neureichen Bitcoinmillionären*, geweckt. Im World Wide Web ploppten mehr und mehr Nachrichten von der rätselhaften, virtuellen Währung auf. Je mehr ich forschte, desto weniger verstand ich.

Mein – logische Tatsachen nur schwer verarbeitendes – Gehirn war überfordert. Wie genau funktionieren Hot und Cold Wallets, die Brieftaschen der Kryptowährungen? Und was hat es mit der Blockchain auf sich? – Ich begrub das Thema, so wie die Nullen und Einsen aus dem Informatikunterricht.

Doch offline und ohne Verständnis der technischen Hintergründe, erreichen mich bis heute Geschichten, denen ich mit großen Ohren lausche. Neulich erzählte mir Kumpel Karl von seinem Schicksal. Karl investierte vor Jahren in Bitcoins, lagerte sie in einem Cold Wallet (das offline betrieben werden kann) und vergaß das Passwort. Theoretisch besitzt Karl nun Hunderttausende. Praktisch überlegt er, dem Schlüssel zum Reichtum mit Hypnose auf die Schliche zu kommen. Selten sind Auswirkungen eines schlechten Gedächtnisses derart zum Füße aufstampfen!

Mein Interesse an Bitcoins und Co flammte aber, durch Karl, wieder auf. In den letzten Tagen verlas ich viel Zeit auf Blogs aus der Kryptoszene. Wie ein Nerd verbrachte ich die Tage bei zugezogenen Gardinen, mein Gesicht beschienen von Umrechnungstabellen und Charts. Ich setzte mich mit Onlinekryptohändlern auseinander, bis meine Augen viereckig waren. Dabei fasste ich einen Entschluss, über den meine Mutter sicher verzweifeln würde. „Kind“, würde sie sagen, „wie konntest nur?!“. Doch ich tat es. Ich erstand Bruchteile von Bitcoins und Ethereum. Beflügelt von bildschirmhellen Zukunftsprognosen für den IOTA dachte ich auch an diesen.

IOTA ist die Kurzform für: Internet of Things, das „Internet der Dinge“. Zu diesem Zweck wurde er geschaffen. Mit dem IOTA sollen Transaktionen von Maschine zu Maschine möglich werden. Bosch und Volkswagen haben schon investiert. Ich dachte mir, wenn die an den IOTA glauben, kann ich es auch. Schließlich handeln viele Finanzmagazine diesen Coin schon als „the next big thing“.

Meinen Berührungsängsten, der Technik geltend, habe ich mich mit Youtubevideos und Blogs entgegengestellt. Nur das Passwort, dass sollte ich nicht vergessen.

* Der Bitcoin ist die Kryptowährung der ersten Stunde. 2009 kam er auf den Markt. 2010 bezahlte ein Programmierer zwei Pizzen mit 10 000 Bitcoins. Stand heute wären diese Coins mehr als 72 Millionen Euro wert. Ich hoffe die Pizzen haben geschmeckt.

Wenn du lesen willst, wie sich die Beziehung zwischen mir und den Kryptos weiterentwickelt hat, klicke hier.

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2 Comments

  1. It’s difficult to find experienced people about this topic, but you sound like you know what you’re
    talking about! Thanks

    • MariaHutmacher Reply

      Thank you very much for your nice comment. (=

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