Warren Buffet glaubt nicht an sie, John McAfee dafür um so mehr und ich? Ich habe in meinen Glauben, in Kryptowährungen, investiert. War das die richtige Entscheidung? 

Seit ein paar Monaten bin ich Besitzerin einer Sache, die nur virtuell existiert. Dagobert Duck hat soviele Dollars, dass er einen majestätisch großen Speicher mit ihnen füllen kann, während meine Coins meine Baumarkt-Kunststoff-Badewanne nicht einmal auf Pfützenhöhe bedecken könnten. Dabei besitze ich jede Menge von ihnen. Nur badet Dagobert in seinem geliebten Geld, ich könnte höchstens mit meinem kantigen USB-Stick kuscheln. Auf dem bewahre ich sie, meine Ripple, Stellar, Tron, Monero und NEO, auf. Und die haben nichts mit dem Film Matrix zu tun. Obwohl ich mir den Ort, an dem meine zukünftigen Reichtümer gelagert werden, genauso vorstelle. Durchzogen mit grünen Fadenkreuzen und blauen oder roten Pillen.

Die Frage ist nur, ob ich nach der Einnahme der roten Pille meine Ripples und NEOs noch sehen könnte, denn Kryptowährungen haben viele Kritiker. Da wären Warren Buffet, Charlie Munger und mein Vater, der selbstverständlich in einem Zuge mit diesen Finanzgenies genannt werden darf. Alle drei glauben nicht an die Zukunft der digitalen Währung. Ein Hype der also platzen könnte, lauscht man bei besagten Experten und der nahen Verwandtschaft. Meine wöchentliche Vermögensverwaltung könnte ich mir dann sparen. Will ich aber nicht.

Mein virtuelles Sparschwein darf noch ein bisschen wachsen, so wie die Amazon-Aktie, über die Herr Buffet nur müde lächelte, bevor Jeff Bezos mit ihnen zum reichsten Mann der Welt avancierte. Hätte der Investor das Schlachtbeil nicht zu früh geschwungen, müsste er jetzt nachts keine Beißschiene tragen. Doch er investiert nach eigenen Aussagen nur in Dinge, die er versteht. Die rote Pille könnte ihm den Durchblick verschaffen. Ich würde sie auch freundschaftlich mit ihm teilen, so wie das in Berliner Clubs üblich ist. Dann würden wir gemeinsam ins Kaninchenloch hinabsteigen und mit hoffentlich neuen Erkenntnissen über die Zukunft der Kryptowährungen wieder herauskriechen.

Ohne chemische Unterstützung aus der Matrix ist es sonst für das Orakel von Omaha, wie Buffet genannt wird, schwer, im Futur 1 zu sprechen. Für mich übrigens auch. Deswegen überlasse ich das Fachsimpeln den Experten und der Verwandtschaft, die beim Frühstücksbrötchen den Wirtschaftsteil überfliegt und deswegen hinter jeder Ecke Headhunter der Wallstreet vermutet.

Während also meine Tischnachbarn über die Kurse der Kryptos zukunftsmusizieren und  sich fragen ob es eine gute Entscheidung war in sie zu investieren, versuche ich nur in Ruhe zu frühstücken. Solange es keine rote Pille zum Dessert gibt, die mich einen Blick hinter die Matrix werfen lässt, werde ich den Tisch als Erste verlassen.

Die Füchse unter euch werden beim Lesen meiner Überschrift die Ohren angestellt haben. Meine jungfräulichsten Gedanken die mich zum Thema Kryptowährungen umtrieben, teilte ich auch auf BlogColores und es gibt einen ersten zum zweiten Teil. Nachlesen kannst du ihn hier.

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